Was passiert, wenn ich Tag für Tag nach etwas lebe, das ich gar nicht bin? Das ich nicht unterstütze, das ich nicht fühle? Ganz einfach, ich brenne aus. Ich sitze nach Feierabend rum und habe keine Energie mehr. Ich führe Tätigkeiten aus, die mir Energie rauben, anstatt mir welche zu geben.
Und nein, das heißt nicht, dass man seinen Job hinschmeißen muss und nur Freizeitaktivitäten durchführt, weil man dabei Freude empfindet.
Lass mich aus dem Nähkästchen plaudern und erzählen, wie es bei mir war. Ich hatte immer Werte im Kopf, nur irgendwie nicht die meinen. Ich hatte immer das im Kopf, was gut sein muss. Andere erzählen, dass ihnen das Spaß macht, dass man nur seine Jahre gut genießt, dass das Spaß machen wird. In meinem Fall waren es Dinge wie „Du musst in den Club gehen.“ „Du musst trinken.“ „Du musst dein Leben genießen.“ „Was machst du denn abends, wenn du keine Serien und keine Filme guckst?“ „Wie verbringst du deine Zeit ohne soziale Medien?“ „Du musst immer unter Leuten sein, alles mitnehmen, was geht.“ „Ohne einen Freund bist du ein Nichts.“
Ich lebte nach den Werten von anderen, ließ mir viel reinreden, bekam ein schlechtes Gefühl, weil ich mich bei vielen Aktivitäten nicht so gefühlt habe, als wären sie meine. Ich habe Fomo gehabt, wenn ich zuhause Me Time machte, weil alle anderen unterwegs waren, obwohl ich meine Zeit genoss. Ich fühlte mich, als müsste ich es mögen, in den Club zu gehen. Als müsste ich immer abgelenkt sein, von einem Event zum nächsten hoppen. Ich fühlte mich, als wäre ich falsch, weil mich das Leben anderer nicht in dem Maße interessiert, dass ich stündlich ihr Instagram checken musste.
Ich machte einen Persönlichkeitstest. Und nein. Damit hat sich nicht von heute auf morgen alles verändert. Die Illusion will ich direkt nehmen. Aber ich denke es ist ein guter Anfang, um sich kennenzulernen. Denn weiß man einmal seine Werte, das was einen glücklich macht, was einen auszeichnet, so kann man sein Leben doch besser einrichten, öfter mal Nein sagen zu Aktivitäten, auf die man verzichten kann. Ich lernte mich besser kennen und verstand, warum ich auf das eine oder andere keine Lust hatte und warum bei einer Aktivität, die andere vielleicht nicht so feierten, mein Herz aufging.
Humor, Begeisterungsfähigkeit, Kreativität, Disziplin und Dankbarkeit. Das sind meine Top 5. Und ich muss ehrlich sagen. Seitdem ich diese Werte in meinen Alltag integriere, geht es mir gut. Ich weiß, warum ich Nein sage, wenn mich jemand fragt, ob ich bis tief in die Nacht feiern gehe, weil ich sehr diszipliniert bin und meine Gesundheit liebe und gerne am Sonntagmorgen im Gym stehe und mich auspowere. Das gibt mir Energie. Ich ziehe langfristiges Zufriedensein kurzfristiger Freude durch den Konsum von Alkohol vor. Ich bin introvertiert. So what. Ich mag es nicht in Menschenmassen. Dahingegend liebe ich es zu zweit ein Thema komplett auseinander zu legen und auf den Grund zu spüren, die andere Person besonders zu sehen. Ich liebe es auch in der Guppe Aufmerksmakeit zu bekommen, alle zum Lachen zu bringen, doch genau so weiß ich, dass ich danach eine Pause brauche. Ich ziehe Grenzen, wenn mir Tage zu lang werden.
Ich plane Tage anhand dieser stärken. Auf der Arbeit reiße ich mich darum Aufgaben zu bekommen, wo ich kreativ denken kann, ich produziere mehr als dass ich konsumiere. Ich bin begeisterungsfähig und fange gerne neue Dinge and und hasse mich nicht dafür, wenn ich sie nicht akkurat zu Ende bringe. Ich lache und entertaine andere Menschen leidenschaftlich gerne. Ich liebe es, die Stimmung aufzulockern und verdammt (!), bin ich gut darin. Und bei allem, was ich tue und bin, bin ich dankbar. Für mich, für mein Leben, für alles, was ich mache. Für jeden Tag an dem ich aufstehe und wieder die Chance habe etwas wundervolles zu erschaffen.
Was sind deine Stärken? Hier ist mein Lieblingstest!
Kommentiere sie oder schick mir eine Mail und wir schauen, wie wir sie in deinem Alltag einsetzen können. Das kann jeder schaffen!


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